Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
am Mittwoch, dem 17. Dezember 2025, fand die letzte Sitzung des Gemeinderates für das Jahr 2025 statt. Die ÖVP-Gemeinderatsfraktion blickt dankbar auf ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Folgende Beschlüsse konnten vor Jahresende noch auf den Weg gebracht werden:
Voranschlag 2026 und Mittelfristiger Finanzplan
Einstimmig wurde sowohl der Voranschlag 2026 als auch der mittelfristige Finanzplan beschlossen. Der Voranschlag bildet die finanzielle Prognose der Gemeinde für das kommende Jahr ab. Trotz der darin enthaltenen wichtigen und teils kostenintensiven Projekte wird die Finanzgebarung der Gemeinde auch im Jahr 2026 positiv und das Budget ausgeglichen sein.
Der Voranschlag umfasst neben Investitionen in die Infrastruktur der Marktgemeinde wie Kanalbau und digitale Leitungserfassung, die Anschaffung einer Wärmepumpe für die alte Volksschule sowie Mittel für Gemeindestraßen und Brückenbau auch längerfristige Vorhaben. Besonders hervorzuheben ist, dass bereits im Jahr 2026 die ersten Schritte zur Errichtung eines neuen Feuerwehrhauses für Großebersdorf gesetzt werden sollen.
Zudem sind finanzielle Mittel für die Einrichtung einer Kleinstkindergruppe in Eibesbrunn vorgesehen. Damit sollen weite Fahrwege wie etwa nach Pillichsdorf und häufige Kindergartenwechsel für Kinder und Eltern vermieden werden. Auch die Sanierung und Modernisierung der Spielplätze sowie die Errichtung eines Pumptracks sind im Budget für die Kinder der Marktgemeinde vorgesehen. Für die weitere Ausstattung der Klassenräume in der Volksschule Großebersdorf stehen ebenfalls Budgetmittel bereit.
Dem mittelfristigen Finanzplan können darüber hinaus die voraussichtlichen Projekte der kommenden Jahre sowie deren geplante Finanzierung entnommen werden.
Anschaffungen und Subventionen
Auf Antrag des Vorsitzenden wurde der Neubau einer Besuchertribüne durch den Sportverein Großebersdorf mit einer Förderung in Höhe von 50 Prozent der Errichtungskosten unterstützt.
Auch die Musikkapelle Großebersdorf erhält eine Förderung von 50 Prozent für die Instandsetzung zweier Pauken und für die Anschaffung einer Stabführerschärpe. Da der Elternverein aufgrund der Bauarbeiten für eine Veranstaltung nicht auf den Turnsaal zurückgreifen konnte, übernahm die Gemeinde die Kosten für eine Ersatzlokalität.
Besonders hervorzuheben ist die Anschaffung von sechs Defibrillatoren. Diese Investition war notwendig, da bestehende Geräte das Ende ihrer Funktionsdauer erreicht hatten. In allen Ortschaften werden künftig leicht zu bedienende Defibrillatoren an gut zugänglichen und markanten Standorten verfügbar sein, um im Notfall rasche Hilfe zu ermöglichen.
Darüber hinaus wurden Aufbewahrungsboxen und Schläuche für die neu beschafften Hochwasserschutzgeräte sowie Transport- und Lagermöglichkeiten für den Turnsaal der Volksschule angeschafft. Ein weiterentwickeltes ELAK-System soll außerdem die Verwaltung der Marktgemeinde zusätzlich vereinfachen und digitalisieren.
Erhöhung der Wasserbezugsgebühr
Der Gemeinderat der Marktgemeinde Großebersdorf hat mit den Stimmen von ÖVP, SPÖ und FPÖ beschlossen, die Wasserbezugsgebühr mit 1. Jänner 2026 von derzeit 1,95 Euro auf 2,42 Euro pro Kubikmeter anzuheben.
Die Wasserbezugsgebühr ist seit dem Jahr 2011 unverändert geblieben, während die Kosten für den Wasserankauf, die Instandhaltung des Leitungsnetzes sowie die dafür notwendigen Personalaufwendungen kontinuierlich gestiegen sind. So lag der Einkaufspreis für Wasser im Jahr 2012 bei 1,108 Euro pro Kubikmeter, während aktuell bereits 1,368 Euro pro Kubikmeter verrechnet werden. Diese Kostensteigerungen wurden bislang nicht an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben. Infolgedessen deckt die derzeitige Gebühr nur noch rund 80 Prozent der tatsächlichen Kosten der Wasserversorgung.
Dies führt zu jährlichen Mehrbelastungen des Gemeindehaushalts von über 80.000 Euro, die somit für andere kommunale Projekte nicht mehr zur Verfügung stehen. Um zeitnah wieder Kostendeckung zu erreichen und gleichzeitig eine stabile sowie qualitativ hochwertige Wasserversorgung langfristig sicherzustellen, ist diese Anpassung erforderlich.
Für Kleinverbraucherinnen und Kleinverbraucher mit einem jährlichen Wasserverbrauch von etwa 50 Kubikmetern pro Haushalt ergeben sich durch die Erhöhung Mehrkosten von rund 26 Euro pro Jahr. Bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von etwa 113 Kubikmetern belaufen sich die Mehrkosten auf rund 58 Euro jährlich. Haushalte mit einem Jahresverbrauch von 250 Kubikmetern müssen mit zusätzlichen Kosten von etwa 130 Euro pro Jahr im Vergleich zum bisherigen Tarif rechnen.
Auch das Land Niederösterreich hat der Marktgemeinde Großebersdorf ausdrücklich zur Erhöhung der Wasserbezugsgebühr geraten.